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Ortsfamilienbuch Voerde, Spellen und Götterswickerhamm

Die heutige Stadt Voerde ist ein Zusammenschluss der elf Ortsteile Emmelsum, Friedrichsfeld, Götterswickerhamm, Holthausen, Löhnen, Mehrum, Möllen, Ork, Spellen, Stockum und Voerde. Die Grenzen sind im Norden der Wesel-Datteln-Kanal, im Westen der Rhein, im Süden die Wohnbebauung zu Dinslaken und Eppinghoven und im Osten eine nicht klar zu erläuternde Grenze, die etwa 500m parallel zur Bundesstraße 8 verläuft.

Emmelsum

Emmelsum war in früheren Zeiten eine lose Bauernschaft, die zum Kirchspiel Spellen gehörte. Der Ortsteil verlief im Nordwesten des heutigen Stadtgebiets an der Straße „Am Schied“ entlang und reichte über Lippedorf bis zur heutigen Stadtgrenze zu Hünxe. Die Hofbewohner siedelten sich entlang der Lippe und des Rheins an. Heute wird das Gebiet vom Wesel-Datteln-Kanal durchquert, sodass nur noch ein Teil auf Voerder Stadtgebiet liegt. Heute befinden sich auf dem Gebiet unter anderem die Aluminiumhüte Trimet, Byk Chemie und weitere Betriebe. Man unterschied zwischen Ober- und Unter-Emmelsum. Unter-Emmelsum war der westliche Teil, der auch heute noch als Name für den westlichen Teil Friedrichsfeld Verwendung findet. Ober-Emmelsum entwickelte sich später zum heutigen Ortsteil Friedrichsfeld.

Friedrichsfeld

Friedrichsfeld ist der jüngste Stadtteil Voerdes. Er entstand in der Bauernschaft Ober-Emmelsum und entsprach zunächst im 18. Jahrhundert nur dem Gut Friedrichsfeld von Johann Löffler. Dieser siedelte sich im heutigen Ortskern an. Große Teile des Ortes war damals landwirtschaftlich unbrauchbares Heideland, weshalb er nicht sehr dicht besiedelt war. Deshalb nutzte das in Wesel stationierte Militär die Heide regelmäßig für ihre Schießübungen. 1870 wurde im Ortskern ein Barackenlager errichtet, was in Anlehnung an den ehemaligen Hof den Namen Friedrichsfeld trug und später synonym für die Bauernschaft Verwendung fand. In der Umgebung siedelten sich Handel und Gewerbe an. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs endete die militärische Zeit und Flüchtlinge und Vertriebene aus den abgetretenen Provinzen wie Lothringen, Posen und Westpreußen wurden in den ehemaligen Militärbaracken untergebracht. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Gebiet von immer mehr Menschen besiedelt, sodass die ehemalige Heide heute z.T. eine große Wohnsiedlung ist. 1938 begann der Bau des Babcockwerks, das nach dem Zweiten Weltkrieg der größte Arbeitgeber im Ort wurde. Erst in den 1920er Jahren wurden eigene evangelische und katholische Kirchen gegründet. Vorher gehörte das Gebiet ebenfalls wie Emmelsum zum Kirchspiel Spellen.

Götterswickerhamm

 Evangelische Kirche Götterswickerhamm

Götterswickerhamm zählt zu den ältesten Ortsteilen Voerdes. Er wurde 1003 das erste Mal erwähnt, Bodenfunde belegen aber eine Besiedlung bereits in der Jungsteinzeit.
Das kleine Dorf befindet sich heute direkt am Rhein und war Sitz der Herren von Götterswick. Sie hatten ihren Sitz auf Haus Götterswick, einem Adelssitz, der heute, neben der Kirche, zu den wichtigsten Baudenkmälern des Ortes gehören. Dieses war früher im Besitz der Kirchengemeinde, befindet sich aber heute in Privatbesitz. 1867 wurde in einem Wohnhaus neben der Kirche die Vorläufergesellschaft der heutigen Kreissparkasse gegründet.

Das Kirchspiel Götterswickerhamm umfasste neben dem gleichnamigen Dorf vor allem die Dörfer Löhnen, Mehrum und Möllen. Die Kirchenbücher befinden sich als Fotokopien im Gemeindearchiv an der Grünstraße und dienten als Vorlage für dieses OFB.

Holthausen

Holthausen war eine kleine Bauernschaft zwischen Emmelsum und Voerde. Erwähnenswert ist hier vor allem Haus Heidelust, nach dem auch das Schauspiel „Der Graf von Heidelust“ benannt wurde. Das mittlerweile abgebrochene Gebäude war zeitweise Sitz der Familie von Salm-Hoogstraten.

Löhnen

Löhnen ist ein kleines Dorf nördlich von Götterswickerhamm und wurde ebenfalls das erste Mal 1003 erwähnt. Dort befindet sich Haus Löhnen, ein weiterer kleinerer Adelssitz im heutigen Stadtgebiet. Südlich davon siedelten sich im Laufe der Jahrhunderte mehrere Bauernhöfe an.

Mehrum

Das letzte der drei Rheindörfer ist, neben Götterswickerhamm und Löhnen, Mehrum. Bereits zu Zeiten der Römer lässt sich eine kleine Siedlung belegen. Besondere Aufmerksamkeit erlangten die sogenannten Bronzeeimer von Mehrum. Dabei handelt es sich um kunstvoll geschmiedete Eimer aus Bronze, die als Urnen benutzt wurden. Nordwestlich des Ortes wurde im Mittelalter Haus Mehrum errichtet. Der Adelssitz wurde beim Rheinübergang der Alliierten im Zweiten Weltkrieg zerstört und in den 1950er Jahren abgebrochen. Heute steht nur noch ein Wirtschaftsgebäude.

Möllen

Der Name leitet sich von einer Mühle ab, die im Bereich des Mommbachs gestanden haben soll. Die ersten Höfe siedelten sich im Uferbereich an der heutigen Frankfurter Straße an. Zur Bauernschaft gehörten auch der Adelssitz Haus Wohnung und Haus Endt. Ab dem 19. Jahrhundert siedelten sich weitere Familien östlich der Siedlung an. Heute existieren viele Höfe nicht mehr. Im ursprünglichen Siedlungsbereich wurde das STEAG-Kraftwerk errichtet. Etwas weiter östlich kaufte die Bergwerksgesellschaft Walsum in den 1950er Jahren ein großes Gelände und errichtete in der „Hans-Heinrich-Thyssen-Siedlung“ Wohnungen und Einfamilienhäuser für ihre Arbeiter. Dort lebt auch heute noch die Mehrheit der Möllener Bevölkerung.

Ork

Ork ist eine kleine Siedlung südlich von Spellen, die sehr nahe am Rhein liegt. Heute dient der Ort gerne als Ausflugsziel um ein wenig am sogenannten Deichkreuz, einem Kreuz aus Aluminium auf dem Deich, zu entspannen und einen Spaziergang zum Rheinufer zu unternehmen.

Spellen

Katholische Kirche Spellen
Evangelische Kirche Spellen
Evangelische Kirche Voerde

Spellen ist heute ein Ortsteil der Stadt Voerde und zählt ca. 4.500 Einwohner. Auch wenn es sich in den vergangenen 50 Jahren stark vergrößerte, konnte es doch seinen dörflichen Charme und sein gutes Vereinsleben erhalten.

Spellen selbst wurde das erste Mal im Jahr 777 urkundlich erwähnt und ist damit eines der ältesten Dörfer am Niederrhein. Die Besonderheit liegt vor allem darin, dass es bereits seit Jahrhunderten Kirchen beider christlicher Konfessionen gibt. Die katholischen Kirchenbücher sind unter der Adresse

https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/muenster/spellen-st-peter/ zu finden.

Zum Kirchspiel Spellen gehörten neben dem Kirchdorf auch die Bauernschaften Ober- und Unter-Emmelsum, Mehr, Ork und Gest, sowie Lippedorf (heute Stadtteil von Wesel). Auch der Bevölkerung aus den umliegenden vor allem evangelisch geprägten Ortschaften Voerde, Löhnen, Bucholtwelmen und Holthausen diente die katholische Kirche in Spellen als Glaubensort. 1922 wurde die Kirchengemeinde St. Elisabeth von St. Peter abgepfarrt, weil der große Bevölkerungsanstieg durch Flüchtlinge und Vertriebene aus den nach dem 1. Weltkrieg abgetretenen Ostgebieten in Ober-Emmelsum dies notwendig machte. Der Ort erhielt in dieser Zeit auch seinen heutigen Namen Friedrichsfeld.

Stockum

Stockum liegt westlich von Holthausen zwischen Voerde und Friedrichsfeld und ist ein kleiner Ort in der heutigen Stadt Voerde. Der Hof Stockum lag etwas östlich der Voerder Kirche an der Grünstraße. Auch wurde im Mittelalter ein kleines Kloster errichtet, das im 17. Jahrhundert aufgegeben wurde. Eine Straße wurde nach diesem benannt.

Voerde

Voerde war früher eine kleine Bauernschaft im Bereich des Haus Voerde. Die dortigen Herren von Voerde gründeten auch ihre eigene Kirche an der Kreuzung Grünstraße/Frankfurter Straße. Zum Kirchspiel gehörten die Bauernschaften Holthausen und Stockum. In der Lindenwirtskate an der Frankfurter Straße fand die damalige Bürgermeisterei Götterswickerhamm im 19. Jahrhundert ihren ersten Sitz. 1914 entstand wenige Meter westlich dieser Kate das erste Rathaus. 1981 erhielt die Gemeinde die Stadtrechte und erbaute 1984 das heutige Rathaus.
Voerde selbst war ein kleiner Ort. Die Landschaft östlich des Haus Voerde eignete sich nicht gut für die Landwirtschaft und war dementsprechend recht dünn besiedelt. Nach dem 2. Weltkrieg fanden hier viele Vertriebene, hier sind vor allem die sogenannten Slowakendeutsche aus der Gemeinde Krickerhau zu nennen, aber auch Menschen aus dem Ruhrgebiet Platz zum Siedeln. Neben Industrie und Bergbau fanden auch vor dem Zweiten Weltkrieg schon viele Arbeit bei der Bahn, sodass man Voerde auch als das „Eisenbahnerdorf“ bezeichnete.
Die Kirchenbücher befinden sich ebenfalls wie die Götterswickerhammer Kirchenbücher im Gemeindearchiv an der Grünstraße und dienten als Quelle für dieses OFB.

Anmerkungen:

Auch wenn ich glaube so sorgfältig wie möglich gearbeitet zu haben, so wird mir an der einen oder anderen Stelle mit Sicherheit ein Zahlendreher oder möglicherweise eine falsche Zuordnung bzw. Doppelung der Personen untergekommen sein. Bei gefundenen Fehlern aber auch bei Ergänzungen zum Verbleib der Personen bitte ich um eine kurze Nachricht. Bereits eingegebene Angaben zu Geburt oder Tod sind größtenteils aus den Heirats- und Taufeintragungen entnommen und dienen aktuell eher als Hinweis und werden später ordentlich eingetragen.
Die Daten vor 1830 sind in Bezug auf Hofnamen und vor allem Zuordnungen nicht immer klar gewesen. An manchen Stellen werden für die Eltern und Kinder einer Familie mehrere Familiennamen verwendet. Bei diesen habe ich den zuletzt verwendeten Namen benutzt. Die zusätzlichen Namen habe ich immer versucht mit anzugeben. Familiennamen wurden, soweit es Sinn ergab, vereinheitlicht.
Neben den Kirchenbüchern sollen später auch die Standesamtsbestände eingearbeitet werden. Ungefähr 15.000 Sterbeurkunden, die mit Menschen aus der heutigen Stadt Voerde in Verbindung stehen, liegen bereits alphabetisch als Excel-Datei vor. Aus diesen geben ich gerne Auskunft.

Die aktuell erfassten Daten:

Kirchenbücher

evgl. Götterswickerhamm
Heiraten 1800-1886

evgl. Spellen
Taufen 1800-1899
Heiraten 1800-1919
Beerdigungen 1800-1919

kath. St. Peter Spellen
Taufen 1758-1886
Heiraten 1758-1886
Beerdigungen 1800-1907

 




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Fabian Merker