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Ortsfamilienbuch Schriesheim

Geografische Lage

Schriesheim (PLZ: 69198) ist eine Stadt an der Badischen Bergstraße mit circa 15.000 Einwohnern. Sie gehört zum Rhein-Neckar-Kreis und liegt 8 km nördlich von Heidelberg und 18 km östlich von Mannheim und ist Teil der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar. Im örtlichen Dialekt lautet der Ortsname Schriese mit stimmlosem S.

Schriesheim besteht aus den drei Teilen: Schriesheim, Altenbach und Ursenbach. Altenbach befindet sich 7 km östlich der Kernstadt im Odenwald, am Oberlauf des Kanzelbachs, der hier wie der Ort Altenbach genannt wird. Ebenfalls im Odenwald, 3 km nordwestlich von Altenbach, liegt Ursenbach am gleichnamigen Bach, der in den Altenbach einmündet. Zu Schriesheim gehört der Ort „Stam(m)berg, Altersheim“. Zum Ursenbach gehört das Gehöft Ursenbacherhof. Zu Altenbach gehören der Weiler Kohlhof und das Gehöft Röschbach(erhof). In Altenbach aufgegangen sind die Ortschaften Ringes und Hohenöd.

Info zum Inline-OFB

Dieses Online-OFB ist eine Übertragung des Familienbuch Schriesheim des mittlerweile verstorbenen Autors und Bearbeiters Dr. Karl Schuhmann (1919-2005). Das Ortsfamilienbuch wurde im Jahr 2004 durch den Odenwaldklub Schriesheim herausgegeben und beinhaltet 11185 Familieneinträge. Die genaue, enthaltene Personenanzahl ist bisher nicht gezählt worden, durfte aber bei 38.000-40.000 Personen liegen. Das Ortsfamilienbuch deckt den Zeitraum 1650-1900 und beinhaltet die Kirchenbücher/Standesbücher der katholischen, evangelischen, reformatorischen und israelitischen Religionsgemeinden.

Das Online-OFB wird nach der abgeschossenen Übertragung durch weitere Quellen erweitert werden, die über das gedruckte Ortsfamilienbuch von Karl Schuhmann hinausgehen.

Die Übertragung des gedruckten Ortsfamilienbuchs von Karl Schuhmann befindet sich erst am Anfang. Es sind aktuell 1049 der insgesamt 11185 Familieneinträge übertragen worden. Dies entspricht ca. 9,4 % der Gesamteinträge und umfasst derzeit 3888 Personen. Von diesem Personen ist ein nicht unerheblicher Teil als Personenplatzhalter dienlich. Solche Personenplatzhalter sind an der in den runden Klammern vorangestellten Zahl im Personennamen erkennbar, z. B. (1234) Max MUSTERMANN. Diese Personen enhalten keine konkreten Daten und werden erst später mit Daten belegt.

Wichtig dabei ist zu wissen, dass das Online-OFB unter Creative Commons „Namensnennung, nicht kommerziell, Weitergabe unter gleichen Bedingungen“ (CC BY-NC-SA 3.0) lizenziert ist.

Geschichtliches

Wahrscheinlich gab es schon zu Zeiten der Römer eine Siedlung im heutigen Stadtgebiet. Sechs bekannte römische Gutshöfe (villae rusticae) belegen die intensive landwirtschaftliche Nutzung des Umfeldes des römischen Lopodunum (heute Ladenburg). Darauf hindeutende Münzfunde aus dem Jahr 351/353 gehören zu den spätesten Zeugnissen römischen Lebens in der Region. In diese Zeit fällt die Völkerwanderung, die in Schriesheim durch ein Kriegergrab mit Schwertbeigabe belegt ist. Schriesheim wurde das erste Mal 764 in einer Urkunde des Klosters Ellwangen und 766 in einer Urkunde des Klosters Lorsch im Zusammenhang mit Landschenkungen erwähnt, die auch die Grundlage der späteren Grundherrschaft beider Klöster im Ort legten. Zur Zeit seiner ersten schriftlichen Erwähnung war Schriesheim ein fränkischer Ort.

Im 13. Jahrhundert hatte sich in Schriesheim aufgrund von Vogteirechten eine Ortsherrschaft des Adelsgeschlechts der Strahlenberger herausgebildet, die zum Bau der Strahlenburg um 1235 führte. Die Errichtung der Burg war ein klarer Rechtsbruch der Strahlenberger, da der Baugrund dem Kloster Ellwangen gehörte, dessen Vögte die Strahlenberger waren. Klöster waren aber bei der Durchsetzung ihrer Rechte auf andere angewiesen, da sie selbst nicht militärisch eingreifen konnten. Der Abt erwirkte zwar eine Ächtung Conrads I. durch den Kaiser, alles lief aber auf einen Vergleich hinaus. Dieser im Jahre 1238 geschlossene Vergleich sah so aus, dass Conrad I. die Strahlenburg zum erblichen Lehen bekam, jedoch sein gesamtes Privatvermögen an das Kloster übertragen musste, um es dann als erbliches Lehen wieder zu erhalten. Da damals die Lehnsrechte schon geschwächt waren, trug Conrad I. dennoch einen relativen Sieg davon.

Da zur damaligen Zeit ein ehrgeiziger Adeliger nicht nur eine Burg, sondern auch eine Stadt sein Eigen nennen wollte, begann Conrad I. mit der Anlage einer befestigten Stadt direkt neben dem alten Dorf Schriesheim auf dem ihn nun als Lehen übertragenen Grund gleich unterhalb der Strahlenburg. Sowohl Stadt als auch Burg wurden in eine gemeinsame Verteidigungsanlage eingefügt. Ein bestimmtes Datum für die Stadtgründung ist nicht überliefert, aber im Jahre 1256 waren die Strahlenberger Mitglieder des rheinischen Städtebundes. Verschiedene Indizien legen eine Stadtgründung zwischen 1240 und 1245 nahe.

Nach der Stadtgründung wurde im Stadtgebiet an der Stelle eine Kirche erbaut, wo heute noch die evangelische Kirche steht. Die alte Dorfkirche südlich der Bachgasse wurde aufgegeben. Darüber hinaus wurde ein herrschaftlicher Stadthof angelegt, der heutige Strahlenberger Hof. Das repräsentative Steinhaus mit einem fast zwei Meter starken Mauergiebel ist mit über 700 Jahren das älteste noch bewohnte Profangebäude der Gegend.

Nach dem langsamen Niedergang der Strahlenberger wurde Schriesheim, die Strahlenburg und alle Herrschaftsrechte schließlich am 8. September 1347 an den Pfalzgrafen in Heidelberg verkauft. Schriesheim verblieben jedoch weiterhin alle Stadtrechte.

Den Dreißigjährigen Krieg haben nur 12–15 % der Bevölkerung überlebt. Nur 24 Familiennamen aus der Vorkriegszeit tauchten danach wieder auf. Nur aus der reichen Müllersfamilie Mack überlebten zwei erwachsene Männer den Krieg, sonst jeweils von allen überlebenden Familien nur ein erwachsener männlicher Namensträger.

Zwischen 1644 und 1648 war die Ortschaft aufgegeben worden und menschenleer. In den Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg setzte eine starke Zuwanderung ein, darunter besonders viele reformierte Schweizer. 1698 stellten sie knapp ein Drittel der Einwohner.




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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Michael Johne