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Ortsfamilienbuch Salzfurtkapelle

Der Name Salzfurtkapelle entstand 1936 durch Zusammenschluss der beiden Dörfer Salzfurt und Capelle. Zusammen mit dem 1950 eingemeindeten Ortsteil Wadendorf bildet Salzfurtkapelle heute eine von elf Ortschaften der Stadt Zörbig im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt.

Die Ortschaften

Salzfurt, 1371 erstmals als Salczfort erwähnt, erhielt seinen Namen durch die Lage an der alten Salzstraße, die von Halle über Zörbig und Dessau in Richtung des Berliner Raums führte. Der Name der ursprünglich anhaltischen Ortschaft Capelle ist zurückzuführen auf das Vorhandensein eines Gotteshauses, dessen Existenz durch Urkunden aus dem 13. und 14. Jahrhundert bezeugt wird. Die früheste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1285.
Von der ersten Hälfte des 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts belehnten die Herren von Zanthier Salzfurt und Capelle gleichzeitig für die anhaltischen und kursächsischen Fürsten, weshalb sie beiden Häusern Kriegsdienste leisten mussten. 1744 verkauften sie ihre Besitzungen auf anhaltischem Gebiet an Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau, die auf sächsischem Gebiet an Philipp Adam von Hardenberg auf Rethmar, der diese Anteile bereits zwei Jahre später gleichfalls an Leopold I. verkaufte. Ein 1746 beschlossener Staatsvertrag hielt daraufhin fest, dass Sachsen Ort und Gemarkung Capelle erhalten, die Kirche in Capelle aber weiterhin der Anhaltischen Kirche unterstellt bleiben sollte. Erst 1924 wurde das Kirchspiel dann der Superintendentur Bitterfeld zugewiesen.
Der älteste Teil der Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde ursprünglich als steinerne Rotunde mit Apsis erbaut. Die westliche Rundung ist später abgebrochen und durch ein Langhaus mit Querwestturm ersetzt worden. Im 17. Jahrhundert fand durch die Herren von Zanthier ein weiterer Umbau statt, wobei an der Südseite ein Querbau über einem Erbbegräbnis angebaut, das Kirchenschiff mit einem Tonnengewölbe ausgestattet und sowohl Turm als auch Kirchenschiff erhöht wurden. Seit 1696 ist das Aussehen der Kirche unverändert.

Quellen

Zur Erstellung des Ortsfamilienbuches wurden bzw. werden hauptsächlich folgende Kirchenbücher benutzt:

- Taufen, Trauungen, Begräbnisse 1616–1682 (vollständig bearbeitet)
- Taufen, Trauungen, Begräbnisse 1682–1740 (in Bearbeitung)
- Taufen, Trauungen, Begräbnisse 1741–1823
- Taufen, Trauungen, Begräbnisse 1824–1855
- Taufen, Trauungen, Begräbnisse 1855–1891

Das älteste Kirchenbuch wurde in späterer Zeit neu gebunden und in diesem Zuge an den Seitenrändern beschnitten, was dazu führte, dass viele Einträge heute nur noch zum Teil lesbar sind.

Zwischen 1647 und 1740 finden sich in den Kirchenbüchern auch Einträge von Amtshandlungen für die Anhaltischen Orte Thurland und Kleinleipzig, die im Ortsfamilienbuch Thurland eingetragen wurden. Beide standen zu dieser Zeit im Filialverhältnis zu Capelle. Des Weiteren wurden auch Pösigk und Repau mitverwaltet, Einträge von Amtshandlungen zu beiden Orten gibt es von 1642 bis 1702. Sie sind im Ortsfamilienbuch Pösigk zu finden. Der eingemeindete Ort Wadendorf gehörte bis 1702 ebenso zum Kirchspiel Capelle, zwischen 1702 und 1943 zu Radegast und wird seitdem wieder von Salzfurtkapelle verwaltet. Im Ortsfamilienbuch Wadendorf sind die entsprechenden Einträge zu finden.
Im 17. Jahrhundert finden sich außerdem vereinzelt Amtshandlungen für die Orte Thalheim, Reuden und Wolfen, die im OFB Salzfurtkapelle mit erfasst wurden.

Erläuterungen zur Erstellung

Das Ortsfamilienbuch befindet sich derzeit in der Bearbeitungsphase und wird regelmäßig aktualisiert.

Die Schreibweise der Vor- und Familiennamen wurde weitgehend vereinheitlicht und an heute übliche Schreibweisen angepasst, grobe Abweichungen aber mit aufgenommen.

Wohnorte und Angaben zum Beruf/Stand einer Person sind mit einer Zeitspanne angegeben, die als Mindestwert zu verstehen ist. Ob die Personen bereits früher oder auch später noch den Beruf ausübten bzw. im Ort wohnten, lässt sich nicht in allen Fällen aus den Quellen ermitteln. Daten mit dem Zusatz „errechnet“ sind aus Altersangaben anderer Einträge errechnet und können je nach Sorgfalt des Schreibers mehr oder weniger abweichen. Geburtsorte ohne zugehörige Datumsangaben sollten als Herkunftsorte verstanden werden. Jahreszahlen mit dem Zusatz „um“ sind Vermutungen.

[   ] steht für Lücken im Original, […] für nicht (mehr) lesbare Passagen.

Die Quellen der Kirchenbucheinträge werden nach folgendem Schema angegeben:

Name des Kirchenbuchs, Seite, Eintrag, Nummer.

Die Seitenzahl bezieht sich dabei auf die Paginierung im Kirchenbuch, der Eintrag steht für die Nummer des Eintrags auf der entsprechenden Seite und die Nummer bezieht sich auf die Nummerierung des Eintrags (im Regelfall auf das entsprechende Jahr bezogen). Wenn das Kirchenbuch auf Archion einsehbar ist, steht zusätzlich der zugehörige Link mit entsprechender Bildnummer in der Quellenangabe. Angaben in eckigen Klammern sind Zusätze des Erstellers.

Errata

Da trotz sorgfältiger und gewissenhafter Arbeit Fehler im Ortsfamilienbuch nicht ausgeschlossen werden können, werden ergänzende und korrigierende Hinweise gern entgegengenommen und eingearbeitet.

Literatur:
Frauke Gränitz, Haik Thomas Porada, Günther Schönfelder (Hrsg.), Bitterfeld und das untere Muldetal. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Bitterfeld, Wolfen, Jeßnitz (Anhalt), Raguhn, Gräfenhainichen und Brehna (= Landschaften in Deutschland. Werte der deutschen Heimat 66), Köln, Weimar, Wien: Böhlau 2009².
Hermann Graf, Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, hrsg. vom Landeskirchenrat der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Dessau 1996.




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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Nick Hensel