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Ortsfamilienbuch Rengsdorf

Das Kirchspiel Rengsdorf liegt im Rheinischen Westerwald und gehörte der hist. Grafschaft Wied an, in der 1556 die Reformation (reformierter Prägung) eingeführt wurde.
Seit der Teilung der Grafschaft um 1590 war das Kirchspiel Teil der Untergrafschaft Wied, die sich seit der Gründung der Residenzstadt Neuwied 1653 Wied-Neuwied nannte, ab 1784 Fürstentum Wied-Neuwied.
1806 wurden die beiden Fürstentümer Wied-Neuwied und Wied-Runkel (Residenz Dierdorf, Fürstentum ab 1791) von Nassau annektiert und nach dem Wiener Kongress 1815 in die preußische Rheinprovinz eingegliedert. Die Herrschaft Runkel (an der Lahn), Freirachdorf und die Wied-Neuwiedischen Exklaven im Westerwald verblieben im Herzogtum Nassau.
1816 wurde aus den zur Rheinprovinz gehörenden Gebieten der beiden Fürstentümer und Teilen der aufgelösten Kurfürstentümer Köln und Trier der Landkreis Neuwied gebildet. Seit 1946 gehört dieser Landkreis zum Land Rheinland-Pfalz.

Zum Kirchspiel gehörten das Kirchdorf Rengsdorf und die Dörfer Bonefeld, Datzeroth, Ehlscheid, Hardert, Melsbach, der wiedische Teil von Kurtscheid sowie umliegende Höfe und Mühlen. Da das benachbarte Kirchspiel Altwied nur aus dem Burgflecken Altwied bestand und so kaum lebensfähig war, wurden die Dörfer Datzeroth und Melsbach sowie einige Höfe und Mühlen entlang der Wied 1746 in das Kirchspiel Altwied umgegliedert.
Einer Legende zufolge sollen die Bürger des Wiedischen Teils von Kurtscheid nach Einführung der Reformation ihre Häuser abgebrochen und wenige hundert Meter weiter im kurkölnischen Gebiet wiedererrichtet haben. Ich habe für diese Legende keine Quelle gefunden. Es fällt allerdings auf, dass Bewohner des Wiedischen Teils von Kurtscheid nur in den frühesten Aufzeichnungen im Kirchenbuch erwähnt werden. Ob es gegen Ende des 17. Jhdt. überhaupt noch einen Wiedischen Teil Kurtscheids gegeben hat oder ob es sich um protestantische Untertanen der Grafschaft innerhalb Kurkölns gehandelt hat, geht aus dem Kirchenbuch nicht hervor. Kurtscheid wurde aber spätestens 1968 bei der Gründung der Verbandsgemeinde Rengsdorf wieder in das Kirchspiel Rengsdorf eingegliedert.

Die erste Erwähnung Rengsdorfs findet sich in einer Urkunde von 857, in der das Koblenzer St. Kastor-Stift seinen Zehntbezirk beschreibt. Es werden in der Urkunde außer Rengsdorf keine weiteren Orte genannt, aber anhand der Bach- und Flurbezeichnungen lässt sich der Zehntbezirk rekonstruieren, der das Kirchspiel Rengsdorf und Teile des benachbarten Kirchspiels Honnefeld umfasste. Es ist anzunehmen, dass die Rengsdorfer sowie die um 1000/1100 erstmals und 1204 als selbstständige Pfarrkirche erwähnte Honnefelder Kirche St. Kastor geweiht waren, wie übrigens auch die 1924 errichtete katholische Kirche in Rengsdorf. Die alte Rengsdorfer ev. Kirche wurde, bis auf Teile des Turms, 1904 niedergelegt und durch einen Neubau ersetzt. An der Stelle des ursprünglichen Chors steht heute ein Kriegerdenkmal. Das Kirchenschiff wurde auf der gegenüberliegenden Seite des Turms erbaut, sodass der Chor der neuen Kirche nach Westen ausgerichtet ist.

Auf die Geschichte des Ortes Rengsdorf möchte ich hier nicht eingehen, da ich es nicht für angemessen halte, Rengsdorf vor den anderen Orten im Kirchspiel hervorzuheben. Eine Ortsgeschichte aller Dörfer im Kirchspiel würde aber den Rahmen eines Vorworts zum Familienbuch sprengen. Zu nahezu jedem Ort sind Einträge in Wikipedia oder auf den Homepages der Orte zu finden, auf die ich hiermit verweise.

Das vorliegende OFB enthält Taufen bis 1910, Trauungen bis 1940 und Sterbefälle bis 1990. Soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt, waren alle Personen evangelischen Glaubens (reformiert bzw. ab ca. 1820 uniert). Da es sich hier um ein Familienbuch der ev. Kirchengemeinde Rengsdorf handelt, habe ich Daten des Standesamts Rengsdorf nicht systematisch ausgewertet, sondern ausschließlich, um mangelhaft Einträge in den Kirchenbüchern abzugleichen und zu verifizieren.

Für die Kirchenbücher von Rengsdorf sowie der im Gebiet der Ev. Kirche im Rheinland gelegenen Kirchspiele habe ich bei der Quellenangabe statt der ausführlichen Buchtitel die Signaturen der Archivstelle Boppard der ev. Kirche im Rheinland verwendet, soweit die Bücher verfilmt und in Boppard archiviert sind. Die im Pfarrarchiv aufbewahrten Bücher werden mit vollem Titel genannt.

Die Signaturen für Rengsdorf entsprechen folgenden Kirchenbüchern:

152/1 Taufen, Heiraten und Sterbefälle 1677-1693
152/2 Taufen, Heiraten und Sterbefälle 1694-1720
152/3 Taufen, Heiraten und Sterbefälle 1720-1760
152/4 Taufen 1760-1802
152/5 Sterberegister 1760-1837
152/6 Trauungen 1760-1837
152/7 Taufen 1802-1837
152/8 Taufen 1838-1862

An dieser Stelle möchte ich Otmar Rüdig aus Neuwied danken, der die Kirchenbücher aller von mir bearbeiteten Kirchspiele im Archiv in Boppard und in den Pfarrämtern abfotografiert, mir als PDF zur Verfügung gestellt und mich damit in die Lage versetzt hat, die Familienbücher von zu Hause aus zu erstellen. Die Qualität der Fotos geht weit über das hinaus, was die Verfilmung der Kirchenbücher in den Archiven bietet. Ohne ihn hätte ich meine Urlaube in Archiven verbringen müssen.

Eine Bemerkung noch zum Schluss: Ich habe alle Daten der von mir bearbeiteten Kirchspiele in einer Datei gesammelt. Das hat zwar den Vorteil, dass ich bei Personen, die in mehreren Kirchspielen erwähnt werden, Änderungen oder Ergänzungen nur in einem Eintrag bearbeiten muss, zumal ich bei nach Kirchspielen getrennten Datenbanken nicht immer wissen kann, wo die Person noch vorkommt. Es hat aber den Nachteil, dass man ein Kriterium benötigt, welches die spätere Trennung ermöglicht. Da ich nicht sicher bin, dass mir das zu 100% gelungen ist, mag es sein, dass hier Personen aufgeführt werden, die nur über Umwege im Zusammenhang mit den Orten im Kirchspiel stehen. Andererseits bin ich sicher, dass alle Personen, die im Kirchspiel Rengsdorf geboren wurden, geheiratet haben oder gestorben sind, im vorliegenden Familienbuch genannt sind.

Rengsdorf, August 2023
Ortwin Reinhard




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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Ortwin Reinhard