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Ortsfamilienbuch Irxleben

Irxleben liegt rund zehn Kilometer westlich von Magdeburg, der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalt nahe dem Autobahnkreuz Magdeburg.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Irxleben 1015 in Schenkungsurkunden an den Bischof zu Paderborn. Die Urkunde bezeugt den Tausch aller Besitzungen des edlen Liuthard in Irxleben, Asterlindi und Hardego samt den Hörigen gegen eine Unze Gold, zehn Pfund Pfennige und einen Mantel im Wert von vier Pfund.

Ortsentwicklung

Eine große Dorfkirche besaß der Ort bereits im 12. Jahrhundert. Besitzer der Ortschaft war bis 1418 die Familie „von Irxleben“. Während des Dreißigjährigen Krieges musste ein großer Teil der Bevölkerung in die nahe Heide flüchten, da Irxleben durch die dauernde Belagerung Magdeburgs stark in Mitleidenschaft gezogen worden war. Dabei gingen im Ort immer wieder Häuser in Flammen auf und Einwohner verloren dabei ihr Leben. Von den Folgen dieses Krieges erholte sich Irxleben über lange Zeit nicht.

Während der Befreiungskriege 1813 wurde auch Irxleben in Mitleidenschaft gezogen und errichtete 50 Jahre später zum Gedenken an die Opfer ein Denkmal, den „Adler“. Durch die aufblühende Landwirtschaft, vorrangig den Anbau von Zuckerrüben und Zichorien, gab es um 1890 eine Zuckerfabrik und eine Zichoriendarre im Dorf. Zur Jahrhundertwende unterrichteten in der damaligen Schule drei Lehrer 181 Kinder. Zu dieser Zeit war Irxleben auch Sitz der kirchlichen Schulaufsichtsbehörde. Bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges war der Ort ein typisches Bauerndorf. Es lebten hier einige Großbauern, jedoch in der Mehrzahl Klein- und Mittelbauern, wie noch heute an den im Ort vorhandenen Gehöften sichtbar wird. Mit Einführung der Personenbeförderung durch die Post fanden mehr Einwohner Arbeit im nahe gelegenen Magdeburg. Die Siedlung Oberwiesenstraße entstand in der Zeit von 1926 bis 1933.

Während des Zweiten Weltkrieges musste der Ort Evakuierte, vor allem aus dem Rheinland, aufnehmen. Verschleppte und Kriegsgefangene mussten in den Bauernwirtschaften arbeiten. 1945 fielen auch Bomben auf Irxleben, die jedoch keine Opfer oder größere Schäden forderten. Der Ort wurde durch amerikanische Truppen besetzt und kam im Juli 1945 im Rahmen des Potsdamer Abkommens zur Sowjetischen Besatzungszone.

 
Blick von der Bismarckwarte auf die neuen Irxleber Wohngebiete und das Gewerbegebiet im Hintergrund

Nach Abschluss der Bodenreform wurde in Irxleben 1953 die erste LPG gegründet. Nach der Wiedervereinigung 1989 änderte sich die wirtschaftliche Lage im Ort. Ein sehr großer Teil der Einwohner hatte Arbeit in den Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften, die nun wegfielen.

Nach der Wende entstand ein großes Gewerbegebiet. Durch die Schaffung neuer Wohngebiete wuchs die Einwohnerzahl stetig in den 1990er Jahren, viele Familien vor allem aus Magdeburg zogen in den „Speckgürtel“ der Landeshauptstadt.

Ortsbrände

In seiner Geschichte wurde Irxleben häufig von verheerenden Feuern heimgesucht. So schrieb der damalige Pastor Baucke 1780 in das inzwischen ebenfalls verbrannte Kirchenbuch: „Anno 1780 den 31. März abends nach zehn Uhr, kam Feuer in das hiesige Kossathen Mtsr. Conrad Behricke Haus auf, wodurch sechs Halbspännerhöfe als Erasmus Heinrichs, Joachim Kleinau, Peter Camin, Gottlieb Hilliger, Gottfreid Mohr und Simon Raecke und vier Kossathenhöfe, als Jakob Willing, Joachim Schulzen, Riemann’s Hof, das Nachtwächterhaus und zwei Großvaterhäuser gänzlich in Asche gelegt wurden.“ Dem Bericht zufolge wurde bei diesem Feuer der gesamte nördliche Dorfteil vernichtet. Das Baumaterial war zu dieser Zeit meist aus Stroh, Holz und Lehm und der Abstand der Häuser oft ungenügend klein, sodass Feuer oft große Dorfteile betrafen. Am 14. Februar 1798 brach im Hause Hilliger erneut Feuer aus, wodurch insgesamt sieben Gehöfte brannten. Der wieder aufgebaute Hilliger-Hof war zur damaligen Zeit eines der schönsten Anwesen der Umgebung. Eine Tafel zeugt noch heute von diesem Ereignis.

Heute gehört Irxleben zur Gemeinde Hohe Börde und hat 2428 Einwohner. (stand. 1.1.2020)

 

Das Ortsfamilienbuch von Irxleben ist im Aufbau befindlich, und wird durch die Erforschung eines Zweiges meiner Familie motiviert.
Für das Ortsfamilienbuch werden in einem ersten Schritt stückweise die Kirchenbücher von Irxleben der Jahre 1849 bis 1874 erfasst.


Aktuell sind die Kirchenbücher 1849 - 1861 und 1828-1831 (Geburten und Hochzeiten) vollständig erfasst.
Über Hinweise und Fundstellen mit Bezug zu Irxleben freue ich mich.

 

letzte Aktualisierung: 18.05.2022

(Quelle: Teilweise https://dewiki.de/Lexikon/Irxleben#Geografie)

 

 

 




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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Robert Kallmeyer