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Ortsfamilienbuch Bärwalde in der Neumark

Über den Ort

Der Name des Ortes lautete 1295 Berenwalde, 1296 Berenwolde, 1298 Berwalde, 1338 Bernwalde, 1446 Berenwalde, von 1759 bis 1945 Bärwalde, liegt am Fluss Kuritz (poln. Kurzyca) und gehörte von 1818 bis 1945 zum Kreis Königsberg / Neumark. Der Regierungsbezirk war Frankfurt / Oder. Seit 1947 heißt der Ort Mieszkowice. Er gehört zum Bezirk Gryfino (Greifenhagen), Woiwodschaft Westpommern, Polen und ist die östliche Nachbarstadt von Güstebiese (Gozdowice).

Kleine Chronik zu Bärwalde (Mieszkowice)

Der genaue Zeitpunkt der Stadtgründung kann heute nicht mehr sicher festgestellt werden. Es wird vermutet, dass Bärwalde eine Kolonie des Albrecht I. von Brandenburg (besser bekannt als Albrecht der Bär  (um 1100 – 1177) aus dem Haus Askanien ist.

1295 Stadtgründung wahrscheinlich durch Markgraf Albrecht III., der sich zu dieser Zeit in Bärwalde aufhielt.

1308 stirbt hier Markgraf Otto durch einen Pfeil.

1317 Stadtrechte durch Markgraf Woldemar erneuert. Gleichzeitig erstmals Ratsherren und Schöppen erwähnt. Das Obergericht lag in des Händen der Landesherrn.

1319 stirbt Markgraf Woldemar in Bärwalde nach der Rückkehr aus Wismar, wo er eine Unterredung mit dem König von Dänemark hatte, am Fieber.

1337 erscheint der Ort als „Civitas Bernwolde" im Landbuch des Markgrafen Ludwig des Älteren.

1352 erhalten die Bürger von Bärwald Zollfreiheit durch den Markgrafen Ludwig der Römer.

1423 gerät Bärwalde in eine Fehde mit Hasso von Uchtenhagen auf Freienwalde, welche durch den Kurfürsten Friedrich der Eiserne beendet wird.

1433, 1540 und 1558 wüteten Stadtbrände, wobei auch das Rathaus verbrannte

1608 gehört das oberste Gericht halb der Stadt und halb der Familie von Sydow aus Voigtsdorf.

1631 befand sich das schwedische Lager in Bärwalde. Hier wurde der frz. Gesandte Hercule Girard baron de Charnacé (1588–1637) empfangen, um mit Feldmarschall Johan Banér und Graf Gustaf Horn ein Kriegsbündnis gegen den deutschen Kaiser, den sogenannten Vertrag von Bärwalde (13./23.1.1631) auszuhandeln. Die Stadt wird trotzdem durch Wallensteins Truppen im 30 jährigen Krieg ausgeplündert und zum Teil in Asche gelegt, wovon sie sich nicht mehr erholt.

1705 Neubau des Rathauses am Marktplatz.

1818 Bärwalde ist Teil des Landkreises Königsberg / Neumark und gehört zum Regierungsbezirk Frankfurt / Oder.

1853 Bau der Chaussee nach Küstrin.

1877 der Ort erhält einen Eisenbahnanschluß zur Strecke Stettin-Küstrin.

1945 Bärwalde wird im Frühjahr durch die Rote Armee besetzt.

1946 Bärwalde wird unter polnische Verwaltung gestellt und die deutschen Bewohner vertrieben. Der Ort erhält den neuen Namen Mieszkowice (benannt nach dem polnischen Herzog Mieszko I.).

Stadtsiegel

Ältester erhaltener Abdruck des Stadtsiegels von 1364 (55 mm): 2 Bären aufgerichtet an Stamm einer Eiche, in deren Krone ein flugbereiter Vogel (Adler) sitzt. Umschrift: „†SIGILLUM * CIVITATIS * BEREN*WOLD‘‘. Das gleiche Motiv auf dem Sekretsiegel (37 mm) von 1505 mit der Umschrift: „S‘ SECRET‘* CIVIV in BERWOLD“.

Stadtwappen

In Silber auf grünem Boden grüner Laubbaum, an dem 2 Bären aufgerichtet stehen.

Ein Dankeschön an

- Raimund Koch für die Überlassung von Personendaten aus seiner Neumark-Sammlung

- Catharina Kramer 

Weiteres über Bärwalde:

Die Seite von Mateusz Atroszko mit Bildern über Bärwalde in der Neumark findet man unter http://neumark.pl/main.php?miasto=mieszkowice&lang=de

Webseite der Stadt und Gemeinde: https://mieszkowice.pl/

Genutzte Quellen:

Kirchenbücher aus den Orten westlich der Oder, welche man bei Ancestry, Familysearch und Archion einsehen kann.

Literatur:

* Syska, Ewa: Das Schicksal der Urkunden aus dem ehemaligen Stadtarchiv Bärwalde nach dem Zweiten Weltkrieg, in: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands 57 (2011), S. 197–211.

* Busch, Roland L.: Bärwalde in der Neumark. Lebensdaten einer Stadt und ihrer Bewohner, Mieszkowice 1996.

* Riehl: Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafthum Nieder-Lausitzin ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande, Verlag Scheu, Berlin 1861

* Friedrich Wilhelm August Bratring: Beschreibung der gesamten Mark Brandenburg. Band 3: Die Neumark Brandenburg. Berlin 1809, S. 103.

Copyright-Hinweis:

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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Norbert Bosse


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