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Ortsfamilienbuch Reicholzheim

Reicholzheim ist ein Ort im Taubertal, kurz bevor die Tauber bei Wertheim in den Main mündet. Es liegt 30 Kilometer westlich von Würzburg. Reicholzheim gehört heute auch als Ortsteil zur Stadt Wertheim, eine der schönsten Städte am Main - und der Main ist reich an schönen mittelalterlichen Städten.

Dabei gab es viele Jahrhunderte lang große Unterschiede zwischen dem evangelischen Wertheim und dem fünf Kilometer entfernten katholischen Reicholzheim. Wertheim war Hauptstadt der kleinen, wohlgeordneten Grafschaft Wertheim-Löwenstein, während Reicholzheim der Hauptort eines winzigen Zwergstaats war – der alten Zisterzienserabtei Bronnbach. Deren Gebäude stehen heute noch, kaum verändert, drei Kilometer südlich von Reicholzheim an der Tauber, und bilden eine prachtvolle historische Anlage.

Die hügelige Landschaft zwischen Bauland, Odenwald und Main bietet phantastische Ausblicke, und der Wein von Reicholzheim ist noch immer berühmt, ebenso wie der rote Sandstein, der lange dort geschlagen wurde. Viele Menschen sind erstaunt zu erfahren, dass der schmale Zipfel hier am Main weder bayrisch noch hessisch ist, sondern badisch – obwohl er von Landschaft und Dialekt zu Franken gehört.

Bemerkungen / Quellen:

Für das OFB benutzte Quellen

  • Transkription des Kirchlichen Familienregisters Reicholzheim samt aller Randbemerkungen, enthält weiter:
  • alle Daten aus den Original-Kirchenbüchern von Reicholzheim und Bronnbach (neu: mit Namen der Taufpaten und Trauzeugen) bis 1763
  • Daten zu Auswanderern aus der Datenbank des Staatsarchivs Baden-Württtemberg
  • Daten zu Personen aus den vom Heimatverein herausgegebenen Reicholzheim-Büchern von Paul Benz (1993) und Fridolin Bischof (1938)
  • Aussagen aus dem Rechtsstreit der Gemeinde Reicholzheim gegen ihren Pfarrer Schierstein 1803
  • Daten aus den Listen der Reicholzheimer Bürgermeister von 1681 bis 1806
  • Daten der Liste der Einwohner 1629
  • Daten der Liste der Reicholzheimer Milizsoldaten 1663
  • Recherchen aus den Archiven der Grafschaft Wertheim
  • viele weitere historische Einzeldaten.

Hauptquelle des Ortsfamilienbuchs ist das Kirchliche Familienregister Reicholzheim, eigentlich mit genauem Titel "Ausführlicher Seelenstand der Pfarrei Reicholzheim", das 1804 vom Reicholzheimer Pfarrer Bernhard Schierstein begonnen wurde. Hierzu einige Erläuterungen:

Die frühesten Kirchenbücher von Reicholzheim müssen verloren gegangen sein. Sie müssen bereits in evangelischer Zeit, also vor 1673, unter der Herrschaft der Grafen von Wertheim, geführt worden sein.

Seit der Rekatholisierung Reicholzheims im Jahr 1673 liegen jedenfalls genaue Kirchenbücher vor, die Pfarrer Schierstein 1804 in mühevoller Kleinarbeit durchgesehen hat, um sein Familienregister zu erstellen. Solche Familienregister sind ein Glücksfall für die Ahnenforschung, und es gibt sie nicht überall. Sie waren allerdings ab dem späten 18. Jahrhundert in Mode gekommen – besonders in katholischen Gemeinden – auch um einen besseren Überblick über (nach katholischem Recht illegitime) Cousinenehen zu erhalten. Bei Ehen von Cousin und Cousine war es möglich, einen kostenpflichtigen Dispens (Sondererlaubnis) zu erhalten, besonders wenn die Verwandtschaft nicht zu eng war. Die Familienregister sollten die Grundlage für die bischöflichen Entscheidungen bilden, und die Dispense waren auch eine gute Einnahmequelle.

Daß allerdings alle alten Kirchenbücher so genau durchgesehen wurden, war keineswegs selbstverständlich. Pfarrer Schierstein nahm es hier mit seiner Pflicht sehr genau, und schrieb mit seiner akribischen, exakten Schrift alle erhaltenen Daten aus den Reicholzheimer Kirchenbüchern seit 1673 ab – fast immer fehlerfrei – erkundigte sich bei seinen Pfarrkindern, wenn etwas unklar war, und nahm auch die Pfarrbücher anderer Gemeinden zu Hilfe – besonders die der Klostergemeinde Bronnbach. Diese Arbeit, abends bei Kerzenschein durchgeführt, kostete den Pfarrer, als er sie endlich bewältigt hatte, für vier Wochen das Augenlicht, wie er im Vorwort zum Seelenregister bemerkt.

Zwei dicke, in dunkles Leder gebundene Folianten waren schließlich fertig, säuberlich mit dünn gezogenen Linien versehen. Der Pfarrer bat seine Nachfolger im Vorwort inständig, seine Arbeit gewissenhaft fortzuführen. Dies geschah im Großen und Ganzen auch bis in die Jahre des Zweiten Weltkriegs, allerdings nicht immer so fein ordentlich wie beim Begründer des Familienregisters. Viele nachfolgende Pfarrer hatten keine so sorgfältige Handschrift wie Schierstein, und wenige gaben mit so viel Akkuratesse Vornamen, Beruf und Herkunftsort an wie er.

Zur Benutzung des OFB

  • Die Nachnamen sind standardisiert worden, das heißt, die in Kirchenbüchern üblichen, teilweise stark voneinander abweichenden Schreibweisen der Familiennamen und der Vornamen sind vereinheitlicht worden.
  • Die Personen sind, abweichend von der in Ortsfamilienbüchern meist üblichen Form, wie folgt angegeben: frühverstorbene Kinder bis zum Alter von zwei Jahren wurden in den Anmerkungen zum Vater (bzw. der alleinstehenden Mutter) angegeben; Kinder, die zwischen 2 und 18 Jahre alt wurden, sind mit der Angabe des erreichten Lebensalters angegeben; bei unverheiratet verstorbenen Personen über 18 Jahren erfolgt der Zusatz des erreichten Lebensalters; bei über 80 Jahren alt gewordenen Personen erfolgt der Zusatz des Lebensalters.
  • Der Beruf ist angegeben, wenn darüber Informationen vorlagen. Auf die Unterscheidung zwischen Geburts- und Tauftag, sowie zwischen Sterbe- und Begräbnistag, wurde verzichtet, wo nicht anders angegeben.

Michael Masters, 20. Juni 2009
Webseite: www.german-roots-finder.com


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Michael Masters