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Ortsfamilienbuch Luizhausen

Luftaufnahme LuizhausenLuizhausen war eine der wichtigsten Umspann- und Übernachtungsstationen an der Fernstraße Wien-Paris. Von dieser Bedeutung zeugt noch die ehemalige Poststation, der Gasthof "Zum Löwen" und die alte Linde direkt an der B10 neben einem alten Meilenstein, sie soll einst den Reisenden als genauer Mittelpunkt zwischen Wien und Paris gegolten haben.

Erstmals wird der Ort 1275 als Lutolz-, dann Luidolz-, Leutlis-, Lütlishausen genannt, d.h. Häuser einer Liutold. Es war gräfisch Helfensteinisches Lehen der Herren von Westerstetten. Den Kirchsatz mit Widun (=Pfarrgut) hatten die Herren von Scharenstetten, die ihn 1351 von Graf Ulrich von Helfenstein erworben hatten und ebenfalls den Herren von Westerstetten abtraten. Bald ging die Lehensherrlichkeit an die Grafen von Württemberg über. Im Lehenbuch Graf Eberhard des Greiners ist zu lesen: "Herr Ruod von Westerstetten hat zu Lehen Liutoltzhausen, das Dorf uf der Albe; Ulrich von Westerstetten hat zu Lehen empfangen den Hof zu Liutoltzhausen und was darin gehört von einem Herrn Gr. Ebern."

Im Jahre 1411 verleiht dann Graf Eberhardt der Milde dem Yel von Westerstetten zu einem Mannslehen das halbe Dorf Leutlishausen ohne Kirche.
In demselben Jahr gibt Graf Eberhard dem Friedrich von Westerstetten einen Lehenhof in Leutlishausen zu eigen, worauf ihn Friedrich an einen Ulmer Bürger für 288 Gulden verkaufte. 1485 eignet Graf Eberhard der Ältere dem Ulrich von Westerstetten, Vogt von Blaubeuren, das halbe Dorf mit Zubehör ohne die Kirche. Im gleichen Jahr verkauft Ulrich von Westerstetten sein Stück und gut zu Luizhausen samt aller Ober- und Herrlichkeit, Lehenhöfe, Gülten und Zinsen an d. Reichsstadt Ulm für 2100 Gulden. Vor der Ablösung im Jahre 1848 hatte den großen Zehnten die Stiftverwaltung in Ulm; den kleinen, den Obst- und Blutzehnten mit etwas Heu- und Öhmdzehnten, sowie den großen aus 24 Gemeindeäckerlein bezog die Pfarrei. Die Grundlasten betrugen insgesamt 13 Gulden und 19 Kreuzer in Geld und 436 Gulden in Naturalien, wovon der Stadt 268 Gulden, die Stiftverwaltung Ulm 56 Gulden, das Spital in Ulm 82 Gulden, die Heiligenpflege Lonsee 42 Gulden und den Rest die Ortsheiligenpflege bezogen.

Im spanischen Erbfolgekrieg 1704 zog Marlborough, der Oberbefehlshaber der englischen Armee, am 22. Juni von Urspring über Luizhausen nach Westerstetten, wo sich im Heerlager auch Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg befand. 1801 brannten in Luizhausen 7 Gebäude ab, wobei 14 Stück Rindvieh und 3 Pferde umkamen.

Kirchenbuch 1636-1805 Seite 1
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Auf kirchlichem Gebiet ist folgendes zu berichten: Die Bistumsgrenze, welche Luizhausen von den Orten des Lonetals trennte und es dem Bistum Konstanz zuwies, deutet auf einen einstigen kirchlichen Zusam-menhang mit einer westlichen Ur-pfarrei, vielleicht Tomerdingen.
Die Gründung der hiesigen Michaelskirche dürfte jedoch nach der ältesten Missionsperiode angehören, wo die Verehrung des alemannischen Gottes Ziu oft durch die des streitbaren St. Michael ersetzt wurde.Urkundlich erscheint Luizhausen schon 1275 als selbständige Pfarrei. In diesem Jahr gab aus Anlaß der päpstlichen Zehntbesteuerung der Pfarrer Burkhardt das Einkommen der Pfarrei auf 12 Pfund Heller an. Den Kirchensatz mit Widum (=Pfarrgut) hatten, wie schon oben erwähnt, bis 1351 die Herren von Scharenstetten, worauf er an die Herren von Westerstetten kam. In einer Urkunde von diesem Jahr erklärt Jakob von Scharenstetten für sich und seine Brüder, daß sie denKirchensatz in Luizhausen vor Graf Ulrich von Helfenstein gegen die von Westerstetten mit Urteil und Recht verloren haben und allen ferneren Ansprüchen entsagen. 1442 verkaufte Bernhard von Westerstetten den halben Teil des Kirchensatzes an die Stadt Ulm, die andere Hälfte soll diese schon das Jahr zuvor erworben haben. Als Ulm 1531 die Reformation einführte, war Pfarrer hier der 1502 als ständiger Altarist (=Prister an einem best. Altar) im Ulmer Münster geweihte Pauf rietmann, der sich für die Reformation erklärte und erster evangelischer Pfarrer in Luizhausen wurde, später zugleich Superintendant. Das Pfarrhaus wurde wohl um 1600 erbaut. 1740 wurden das Schul- und Rathaus erbaut und 1889 verbessert.
 


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Wolfgang Reichert